Madonna Piercing

Madonna Piercing

Was ist ein Madonna Piercing?

Das sogenannte Madonna Piercing trägt seinen Namen keineswegs zufällig, sondern leitet sich von der äußerst bekannten Pop-Sängerin Madonna ab. Denn Madonna trägt eben genau ein solches Madonna Piercing, welches häufig auch als Labret Piercing bezeichnet wird.

Bei dieser Art von Piercing handelt es sich um einen, meist dezentes, Piercing, für welches das Loch an der Oberlippe gestochen wird. Dort erinnert ein solches Madonna Piercing dann an ein kleines Muttermal und sieht daher sehr natürlich aus.

Wie wird das Madonna Piercing gestochen?

Das Madonna Piercing wird, im Gegensatz zu dem Labret Piercing, an der Oberlippe gestochen, wo weitaus dickeres Muskelgewebe vorhanden ist als im Bereich der Unterlippe, denn dort befinden sich wiederum die Schleimhäute im Bereich des Mundes.

Um sich ein Labret oder ein Madonna Piercing stechen zu lassen, sollte man in jedem Fall ein professionelles Piercing-Studio aufsuchen, da das dortige Personal in der Regel deutlich besser ausgebildet ist als beispielsweise in einem Juweliergeschäft. Dies kostet zwar zumeist auch ein paar Euro mehr, diese sind hierfür allerdings auch bestens investiert, denn schließlich geht es bei dem Stechen eines Piercings immer auch um die eigene Gesundheit. Und auch was Nachkontrollen im Verlauf des Heilungsprozesses betrifft, kann fachlich bestens geschultes Personal Gold wert sein.

Daher sollte man sich vor dem Stechen eines Madonna Piercings auch nach einem vertrauensvollen Piercing-Studio umschauen, von dessen Mitarbeitern man sich gut beraten und in dessen Atmosphäre man sich wohlfühlt. Denn dort erhält man vor dem eigentlichen Stechen eines Piercings in der Regel auch eine ausführliche Beratung und wird zudem auch über die Risiken aufgeklärt. In manchen Studios muss man sogar unterschreiben, dass man sich das jeweilige Piercing auf eigene Gefahr stechen lässt und man über die möglichen Risiken im Vorfeld aufgeklärt wurde.

Hat man das Piercing-Studio seiner Wahl erst einmal gefunden, dann geht es auch schon an das Stechen des Madonna Piercing, wofür der Piercer die Lippe zuerst desinfiziert und im Anschluss durchleuchtet, um sicher zu gehen, dass sich an der Einstichstelle keine Adern befinden. Nachdem man sich dann noch für eine Stelle entschieden hat, an welcher sich das Piercing später befinden soll, kommt die Nadel ins Spiel.

Üblicherweise wird das Madonna Piercing, wie auch das Labret Piercing, mit einer Hohlnadel gestochen, wofür die Oberlippe mit einer Klemmzange fixiert wird. Danach sticht der Piercer das Loch mit der Nadel und setzt dabei sogleich den Stecker ein, durch den das gerade frisch gestochene Loch zugleich verschlossen wird. Bei dem Madonna Piercing handelt es sich bei diesem Piercing meist um einen Überlangen Stecker, mit einer Länge zwischen 8 und 10 mm. Ringe und andere Piercings eignen sich dagegen, aufgrund der im Verlauf des Heilungsprozesses stark anschwellenden Lippe, nur bedingt, um nach dem Stechen verwendet zu werden. Denn diese können den Heilungsprozess sogar verzögern, da durch den Druck dieser Piercings Entzündungen hervorgerufen könnten.

Im Bestfall sollte der Stecker, welcher nach dem Stechen eingesetzt wird, aus Titan oder Chirurgenstahl bestehen und erst dann gewechselt werden, wenn der Heilungsprozesse auch wirklich vollständig abgeschlossen ist. Sollte man sich durch den überlangen Stab davor zu sehr gestört fühlen, besteht allerdings auch die Möglichkeit sich bei seinem eine Zwischenlänge einsetzen zu lassen.

Heilungsdauer eines Madonna Piercing?

Nach dem Stechen eines Madonna Piercing beginnt auch direkt der Heilungsprozess, in dessen Verlauf die Oberlippe deutlich anschwellen kann. Hierdurch kann es in den ersten Tagen nach dem Stechen auch zu Problemen beim Essen und anderweitigen Beschwerden kommen, denn bei der Heilung kommt es in erster Linie auch auf die Wundheilung des eigenen Körpers an.

Da sich im Bereich der Oberlippe vor allem Muskelgewebe befindet, dauert der Heilungsprozess nach dem Stechen eines Madonna Piercing in der Regel etwas länger, als dies bei einem Labret Piercing der Fall ist. Weil durch den Einstich die Muskeln gereizt werden, kommt es nach dem Stechen eines Madonna Piercing auch nicht selten zu Schwellungen im gesamten Bereich der Oberlippe, bis hin zur Nase.

Um das Risiko einer Entzündung nach dem Stechen des Madonna Piercing soweit es geht zu vermeiden, sollte man die ersten beiden Tage nach dem Stechen sowohl auf Zigaretten als auch auf den Genuss von Alkohol verzichten. Insgesamt sollte der Heilungsprozess nach dem Stechen nach maximal 8 Wochen abgeschlossen sein.

Besonders beliebt ist das Madonna Piercing, sowohl bei Männern als auch Frauen, da dies nach dem Abschluss Heilungsprozesses nur in den seltensten Fällen Probleme bereitet.

Allerdings sollte man sein Madonna Piercing nach dem Stechen auch gut und vor allem regelmäßig pflegen und zudem nicht an dem Piercing herumspielen. Außerdem sollte man den eingesetzten Stift während der ersten Wochen nach dem Stechen nicht wechseln und selbst übermäßige Bewegung kann den Heilungsprozess in manchen Fällen ebenfalls verzögern.

Sollte es doch einmal zu einer Entzündung oder anderweitigen Komplikationen nach dem Stechen kommen, sollten man dagegen sofort seinen Piercer oder in Notfällen sogar einen Arzt aufsuchen, um die Beschwerden professionell abzuklären.

Die richtige Pflege des Madonna Piercing?

Die richtige Pflege spielt bei einem Madonna Piercing, besonders in der ersten Zeit nach dem Stechen, ebenfalls eine sehr große Rolle, auch was den Heilungsprozess betrifft. Denn dieser kann durch eine übermäßige Pflege, durch die Verwendung zu starker Mittel oder eine zu häufige Reinigung, mitunter sogar verlangsamt werden. Schließlich muss sich der Körper nach dem Stechen auch erst einmal an das Madonna Piercing gewöhnen. Übertreibt man es daher in der ersten Zeit nach dem Stechen mit der Reinigung oder verwendet zu starke Mittel hierfür, kann dies sogar zur Förderung von Entzündungen beitragen.

Dennoch ist Sauberkeit im Umgang mit dem Madonna Piercing essenziell und so sollte man das Piercing nur dann anfassen, wenn man sich zuvor die Hände gewaschen hat. Andernfalls können Keime, in die noch offene Wunde gelangen und in der Folge zu Entzündungen führen.

Daneben spielt bei dem Madonna Piercing zudem auch die Mundhygiene eine wichtige Rolle und ist ebenfalls äußerst wichtig. Zwar kann das Zähneputzen gerade in den ersten Tagen nach dem Stechen mitunter äußerst unangenehm und schmerzhaft sein, dennoch sollte man nicht darauf verzichten. Denn schließlich können auch über die Mundhöhle die verschiedensten Keime in die frische Wunde gelangen, weshalb man zudem in der ersten Zeit nach dem Stechen eines Piercings eine Mundspülung verwenden sollte.

Um das Piercing auch in der Zeit nach dem Heilungsprozess vor Keimen und anderen Bakterien zu schützen, sollte dieses ebenfalls regelmäßig desinfiziert werden. Hierzu sollte man ein möglichst mildes Desinfektionsspray verwenden, mit dem das Piercing etwa zweimal täglich gereinigt werden sollte. Und damit auch das Einstichloch desinfiziert wird, muss das Piercing hierfür nach dem Reinigen nur leicht bewegt werden.

In der Regel wird einem allerdings auch der jeweilige Piercer nach dem Stechen des Madonna Piercing den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg geben, um den Heilungsprozess möglichst zu beschleunigen und auch wie man sein Piercing am besten reinigen sollte.

Merkt man auf Dauer gar das bestimmte Beschwerden allzu lange andauern, so sollte man das Piercing im Notfall wieder entfernen, bevor dies zu einem ernsthaften Problem werden kann. Dies sollte man vor allem dann in Erwägung ziehen, sofern die Lippe derart stark anschwillt, dass der Stecker kaum noch zu sehen ist.

Der Wechsel eines Madonna Piercing

Ist der Heilungsprozess erst einmal vollständig überstanden, haben nur noch die wenigsten Personen später Probleme damit. So kann man dann auch den langen Stecker, welcher einem direkt nach dem Stechen eingesetzt wurde, endlich entfernen und den Piercing Schmuck nach Belieben verändern.

Bei der Auswahl der Piercings sollte man dabei stets auf darauf achten, Schmuck von hoher Qualität zu verwenden, welcher je nach Art auf unterschiedliche Weise eingesetzt werden kann. Während man bei dem Durchmesser und der Länge nach Belieben variieren kann, sollte man sich dagegen bei der Materialstärke für eine Stärke zwischen 1,2 und 1,6 mm entscheiden.

Unter den erhältlichen Piercings finden sich die verschiedensten Schmuckstücke, welche von Stäben, über Stecker bis zu dem unterschiedlichsten Arten von Ringen reichen, unter denen man sein Madonna Piercing wählen kann. Bei Steckern sollte man dabei darauf achten, dass diese auf der Innenseite aus einem weichen Material, wie PTFE, bestehen. Denn dies ist deutlich schonender für die Zähne und auch für das Zahnfleisch.

Vor dem Wechsel des Piercing Schmucks sollte man auch stets das Händewaschen nicht vergessen und den Piercing Schmuck vor dem Einsetzen zudem gründlich desinfizieren, um der Verbreitung von Keimen und Bakterien vorzubeugen.

Risiken beim Stechen eines Madonna Piercing

Ganz ohne Risiko ist das Stechen eines Piercings nie und so bestehen auch bei einem Madonna Piercing eine Reihe von Risiken, welche im schlechtesten Fall zu Problemen führen können.

Regiert Ihr Körper beispielsweise auf bestimmte Metalle allergisch, dann sollten Sie sich für ein anderes Material entscheiden.

Regiert Ihr Körper dagegen mit einer Entzündung auf das gerade frisch gestochene Madonna Piercing, dann sollten Sie diese immer sofort behandeln oder von Ihrem Piercer behandeln lassen. Denn im schlechtesten Fall kann ein Entzündetes Piercing bis hin zu einer Blutvergiftung führen, welche sogar bis zum Tod führen kann.

Trägt man einen Piercing Ring, so sollte man im Alltag sowie bei sportlichen Aktivitäten darauf achten, dass man nicht an diesem hängen bleibt. Deshalb ist es gerade bei sportlichen Aktivitäten empfehlenswert einen Stecker zu tragen, das Piercing abzukleben oder den Schmuck sogar gänzlich zu entfernen. Und auch bei Umziehen sowie beim Bürsten der Haare sollte man, sofern man einen Ring trägt, immer genau aufpassen. Denn ansonsten besteht die Gefahr, dass man an dem Ring hängen bleibt und der Stichkanal hierdurch reißt.

Wie auch ein Labret Piercing, befindet sich auch das Madonna Piercing stets im Mund, wo es ständig mit dem Zahnfleisch sowie auch mit den Zähnen in Berührung kommt. Dabei geht man jedoch das Risiko ein, dass eigene Zahnfleisch dauerhaft zu schädigen. Deshalb sollte man sich bei einem Madonna Piercing für Schmuck entscheiden, welcher auf der Innenseite aus einem weichen Material, wie PTFE besteht, da dies deutlich schonender ist als ein Piercing aus Stahl oder Titan.

Wissenswertes zum Madonna Piercing

Zum Abschluss fassen wir an dieser Stelle nochmals die wichtigsten Informationen und Hinweise zu dem Madonna Piercing zusammen, damit Sie nach dem Stechen eines solchen Piercings möglichst lange Freude an diesem haben und es nicht zu Problemen während des Heilungsprozesses kommt.

  • Suchen Sie sich das Piercing Studio, in dem Sie sich Ihr Madonna Piercing stechen lassen, sorgfältig aus und seien Sie dabei durchaus auch kritisch, wenn Ihnen beispielsweise die hygienischen Bedingungen oder die Atmosphäre nicht zusagen.
  • Verwenden Sie ausschließlich hochwertige Schmuckstücke für das Madonna Piercing, welches auf der Innenseite aus einem weichen PTFE Material besteht. Achten Sie zudem auch darauf, dass Sie auf das verwendete Material nicht allergisch reagieren.
  • Schwangere Personen sollten mit dem Stechen eines Piercings bis nach der Geburt ihres Kindes warten, da der Körper hierdurch ansonsten zusätzlich belastet werden könnte.
  • Sollte ein Madonna Piercing einmal nach dem Abschluss des Heilungsprozesses erneut anschwellen, dann sollten Sie vorsichtig den Schmuck tauschen, um hierdurch den Druck auf die Schwellung zu verringern. Sollte die Schwellung auf diese Weise nicht zurückgehen, suchen Sie Ihren Piercer auf oder entfernen Sie den Schmuck in Notfall ganz.
  • Da es sich bei einem frisch gestochenen Madonna Piercing um eine kleine offene Wunde handelt, sollten Sie sich in der ersten Zeit nach dem Stechen vor einer direkten Sonneneinstrahlung schützen. Denn die Wunde verfügt in dieser Zeit über keinerlei Schutz vor der UV-Strahlung.
  • Selbstverständlich kann es während dem Stechen eines Piercings oder auch während dem Heilungsverlauf hin und wieder zu Schmerzen kommen. Dies liegt allerdings in der Natur der Sache, da bei einem Madonna Piercing die Oberlippe mit einer Nadel durchstochen wird und es sich bei einem Piercing zunächst um eine offene Wunde handelt. Der Schmerz beim Stechen sollte jedoch in den allermeisten Fällen erträglich und nicht zu stark sein, ähnlich wie bei einer Spritze.
  • Bei einem Madonna Piercing handelt es sich um ein Piercing im Gesicht, welches je nach verwendetem Schmuck zwar auch dezent wirken, einen dennoch bei der Berufswahl in Zukunft ebenso beeinträchtigen kann. Machen Sie sich dies unbedingt bewusst, bevor Sie sich ein derartiges Piercing stechen lassen.
  • Haben Sie irgendwann doch einmal das Gefühl, dass das Madonna Piercing nicht mehr zu Ihnen passt, es im Alltag stört oder Sie in der Berufswahl beeinträchtigt, dann können Sie dies ganz einfach herausnehmen. Daraufhin wird in der Folge eine kleine Punktförmige Narbe an der Stelle zurückbleiben, die allerdings in den meisten Fällen gar nicht groß auffällt.

 

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Letzte Aktualisierung am 20.02.2019 um 03:13 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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